Arbeiten und leben in Erfurt

Umzug für den neuen Job — was du wissen solltest

Diese Seite wird gerade aufgebaut. In Kürze findest du hier lokal recherchierte Informationen zu Mietniveau, Verkehrsanbindung, Kinderbetreuung und Freizeitangeboten in Erfurt.

Wer zieht nach Erfurt?

Der Wanderungssaldo und die Alters-Kohorten der Zuziehenden sind die aussagekräftigsten Signale dafür, ob eine Stadt gerade attraktiv ist — für Familien, junge Erwachsene oder Ältere.

Wanderungssaldo
6,2
↓ -1,6 % seit 2019
Familienzuzug
-4,4
↓ -4.300,0 % seit 2019
Bildungszuzug
70,4
↓ -1,5 % seit 2019
Rentner-Zuzug
-1,5
↓ -287,5 % seit 2019
Elternjahrgänge
18,6 %
↓ -4,6 % seit 2019
Unter 18
15,8 %
↓ -0,6 % seit 2019

Familien ziehen weg (Familienwanderung: -4,4/1000). Für Zuziehende oft ein Hinweis auf angespannten Wohnungsmarkt oder wenig Kita-Plätze. Die Bildungswanderung ist stark positiv (+70,4/1000) — das ist typisch für Hochschul-Standorte. Der Anteil der unter 18-Jährigen liegt bei 15,8 %.

Datenjahr 2023 · Quelle: Wegweiser Kommune, Bertelsmann Stiftung (CC0) · alle 23 Kennzahlen & Zeitreihen

Erfurt zählt mit 215.675 Einwohnern (Stand 2023) zu den größeren Städten in Ostdeutschland und verzeichnet seit 2011 ein Bevölkerungswachstum von 6,8 Prozent. Wer hier arbeitet, lebt in einer Stadt, die wächst — wenn auch zuletzt verhalten: In den vergangenen fünf Jahren betrug das Plus nur noch 0,9 Prozent. Derzeit sind im Portal 415 offene Stellen gelistet. Was das für Bewerber konkret bedeutet, zeigen die folgenden Abschnitte.

Zahlen und Zeitreihen für Erfurt

Der Wanderungssaldo von 6,2 je 1.000 Einwohnern (2023) zeigt, dass Erfurt per saldo Zuzüge verbucht — ein Signal dafür, dass die Stadt als Wohn- und Arbeitsort nachgefragt bleibt. Das Durchschnittsalter liegt bei 44,6 Jahren, das Medianalter bei 44,0 Jahren. Damit ist die Bevölkerung spürbar älter als in westdeutschen Großstädten vergleichbarer Größe, was den Fachkräftemarkt mittelfristig unter Druck setzt.

Der Altenquotient von 39,1 bedeutet: Auf 100 Erwerbsfähige kommen 39 Personen im Rentenalter. Der Jugendquotient liegt bei 30,2, der Anteil der unter 18-Jährigen an der Gesamtbevölkerung bei 15,8 Prozent. Diese Altersstruktur dürfte in den kommenden Jahren zu einer erhöhten Nachfrage nach Fachkräften in Pflege, Erziehung und sozialen Berufen führen. Die Einwohnerdichte beträgt 8,0 Einwohner je Hektar — ein Wert, der auf eine mittelgroße Flächenstadt hindeutet, die Umlandgemeinden wie Weimar, Arnstadt, Gotha, Sömmerda und Nordhausen als Einzugsbereich einschließt. Pendler aus diesen Orten gehören zum Erfurter Arbeitsmarkt dazu.

Für Bewerber und Umsteiger

Für Bewerber ergibt sich in Erfurt ein Arbeitsmarkt, der von einer alternden, aber wachsenden Bevölkerung und einem breiten Branchenmix geprägt ist. Der Altenquotient von 39,1 und das Medianalter von 44,0 Jahren signalisieren, dass offene Stellen in den kommenden Jahren zunehmen dürften — besonders in personennahen Berufen. Einen Überblick über alle Branchen liefert die Berufe-Übersicht. Wer wissen möchte, welche Unternehmen in Erfurt besonders aktiv rekrutieren, findet alle Informationen bei den größten Arbeitgebern.